Marktbereinigung bei eBay

Problemstellung

Der Rechteinhaber hatte Anfang 2010 festgestellt, dass ein Multimediaprodukt international angeboten wurde, welches seine Urheber- und Markenrechte verletzte. CounterFights Anti-Piracy erhielt den Auftrag, den maßgeblichen Vertrieb des gegenständlichen Produktes über eBay zu unterdrücken und ein rechtliches Vorgehen gegen die in Deutschland ansässigen Anbieter zu ermöglichen.

 

Projektergebnisse

Das Projekt wurde von CounterFights Anti-Piracy für 15 Monate betreut. Ziel war es, die bestehenden und neu eingestellten Auktionen in einer zeitlich effektiven Vorgehensweise zu sperren und so den Händlern keine Möglichkeit zu bieten, den gefälschten Artikel weiterhin massenweise über die Verkaufsplattform eBay zu vertreiben.

Innerhalb des Aktionszeitraumes sind von CounterFights Anti-Piracy insgesamt 1917 rechtsverletzende Auktionen mit über 48.000 Artikeln bei eBay International dokumentiert und über das Verifizierte Rechteinhaber Programm (VeRI) entfernt worden.

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In den ersten Projektmonaten wurden die illegalen Auktionen in einem täglichen Rhythmus gesperrt. Diese zeitnahe Veranlassung der Sperrungen zeigte schon ab dem 2. Projektmonat deutliche Auswirkungen auf den Vertrieb des Produktes bei eBay. Die Anzahl der rechtsverletzenden Angebote hatte sich auf ein Drittel des Vormonats reduziert. Ab dem 6. Monat betrug die Anzahl der monatlich neu eingestellten illegalen Auktionen noch ca. 50 und nahm bis zum 15. Monat auf 11 Auktionen ab.

Der rechtsverletzende Artikel wurde bei eBay primär von gewerblichen Händlern in einer höheren Stückzahl angeboten. Nur knapp 23% der Auktionen sind von privat handelnden eBay-Mitgliedern gestartet worden. Die gewerblichen Anbieter aus Asien hatten teilweise mehrere Tausend Artikel in einer Sofortkaufauktion angeboten. Da die Auktionen der Händler innerhalb eines Tages durch das VeRI Programm entfernt wurden, konnte ein weiterer internationaler Verkauf bzw. Weiterverkauf des gefälschten Multimediaproduktes effektiv gebremst werden.

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Obwohl das illegale Produkt überwiegend von Anbietern aus Europa und Nordamerika vertrieben wurde, ist es nachweislich in Asien produziert und von dort in den internationalen Verkehr gebracht worden. Durch CounterFights Anti-Piracy konnte nachgewiesen werden, dass sogar mehrere Händler aus Nordamerika und Europa den Artikel direkt aus China versenden ließen.

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Innerhalb Europas waren Großbritannien und Deutschland die primären Standorte der Anbieter. Bei 101 Anbietern aus Deutschland wurden von CounterFights Anti-Piracy die notwendigen Tatsicherungen und Täterermittlungen durchgeführt, um dem Auftraggeber ein rechtliches Vorgehen gegen diese Anbieter zu ermöglichen. Zudem wurde der Verkauf des Artikels über weitere Onlinevertriebswege beobachtet und in Rücksprache mit dem Rechteinhaber im Wesentlichen unterbunden (z.B. Amazon.de).

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